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Homöopathie

Wovon hängt die homöopathische Wirkung ab?
Zentral ist der Grundsatz "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt." Dies besagt, dass ein Mittel, dass bei einem Gesunden bestimmte Symptome hervorrufen kann, diese ähnlichen Symptome bei einem Kranken auch heilen kann. Werden diese Krankheitszeichen unverfälscht wahrgenommen und korrekt auf die Arzneimittellehre übertragen kann das richtige Mittel gefunden werden.
Das Mittel soll möglichst genau das individuelle Symptombild des Menschen widerspiegeln, d.h.:

- körperliche Symptome
- psychische / emotionale Symptome
- Modalitäten (wann besser / schlechter)
- Besonderheiten (auffällige Symptome)

Da diese Gegebenheiten höchst individuell unterschiedlich sind, können oft zwei Menschen mit derselben Diagnose unterschiedliche Mittel bekommen. 

Bei akuten Krankheiten reichen oft die genauen körperlichen Symptome. Doch auch hier ist es nicht so, "ich habe Kopfschmerzen also brauche ich dieses Mittel", sondern ist die Mittelwahl abhängig von der genauen Lokalisation, der Schmerzqualität, etc.
Es wird also nicht die Krankheit behandelt sondern der Mensch, der diese Krankheit hat, in Abhängigkeit zu seiner Persönlichkeit, Empfindsamkeit, Ängsten, Stressverarbeitung, früheren Erkrankungen, etc.

Es gilt, je genauer die Individualisierung, desto "treffsicherer" das Mittel.

 
Altes Buch
Die Entdeckung der Homöopathie
Der Name "Homöopathie" setzt sich aus den griechischen Wörtern "homoios" (ähnlich) und "pathos" (Leiden) zusammen, heißt also "ähnliches Leiden". Geprägt wurde der Begriff von seinem Entdecker und Begründer, Dr.med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 - 1843). Hahnemann fand heraus, dass durch die Einnahme von Chinarinde beim gesunden Menschen malariaähnliche Symptome, wie Schläfrigkeit, Herzklopfen, Ängstlichkeit usw. entstanden und diese Chinarinde auch diese Symptome bei einem Kranken heilen kann. Damit war seine Erkenntnis "Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden" geboren. Unzählige Versuche an sich selbst, seiner Familie und anderen Freiwilligen folgten. Er prüfte jahrelang viele weitere Stoffe (tierischen, pflanzlichen und mineralischen Ursprungs) auf das genaueste, um seine Entdeckung 1796 in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift "Hufeland Journal" zu veröffentlichen - die Geburtsstunde der Homöopathie.

Warum ist die Anamnese so wichtig?

Die homöopathische Anamnese ist oft sehr ausführlich (60 - 120 Minuten), weil Sie der Schlüssel zu den individuellen Symptomen und damit zur Mittelwahl ist.  Wichtig können u.a. biografische Belastungen (Traumata), Krankheitsgeschichte, Familiäre Dispositionen, emotionale Muster, Reaktionen auf Medikamente, Impfungen, Operationen, Lebensumstände...sein.

Auch können unterdrückte Symptome (durch Medikamente...) den Krankheitsverlauf beeinflussen. Daher ist die Kommunikation und die Beziehung zwischen Behandler und Patient so wichtig. Sie muss von Vertrauen, dem Gefühl gesehen und verstanden zu werden geprägt sein und das geht weder in 5 Minuten, noch ist es als nur sekundär einzustufen.

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